Samstag, 5. Juli 2008 - Schwarzwälder Bote

Schüler erkennen: Gemeinsam geht es besser!

Klasse 6 der Waldachtalschule auf Ausfahrt / Im Hochseilgarten werden Ängste überwunden

Waldachtal. Eine ganz besondere Klassenfahrt unternahmen die Schüler der Klasse 6 der Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Waldachtal gemeinsam mit ihren Lehrern Edelbert Kuhn und Christine Homann.

Am Montagvormittag fuhr die Gruppe zum Naturfreundehaus Göttelfingen. Im Anschluss an das Mittagessen sammelten Schüler und Lehrer unter der Leitung von Hartmut Frey und Mathias Gramer von Frey-Zeit in Klosterreichenbach erste Erfahrungen in der gemeinsamen Lösung von Aufgaben. Danach folgte der Höhepunkt des ersten Tages: Bogenschießen.

Die Schüler lernten nicht nur die Handhabung des Sportgeräts, sondern übten sich auch in Konzentration und der Fähigkeit, das Ziel fest im Auge zu behalten. In sich steigernden Übungen erzielten die Teilnehmer rasch Erfolge, so dass der Nachmittag mit einem kleinen Wettbewerb und anschließender Siegerehrung abgeschlossen werden konnte.

Am Dienstag erprobten die Instruktoren mit den Schülern einige Maßnahmen und Spiele zur Vertrauensbildung, bevor es dann mit drei Fahrzeugen nach Klosterreichenbach in den Seilgarten von Hartmut Frey ging. Nach einer Einweisung in die Sicherheitsbestimmungen und die Handhabung der Ausrüstung ging es zur ersten Station. Es galt in acht Metern Höhe an einem Seil schwingende Platten zu überqueren, um von einem Baum zum nächsten zu gelangen. Vom Boden aus versuchten derweil jeweils vier Kameraden die Platten mit Hilfe von an den Ecken angebrachten Seilen zu stabilisieren, während Hartmut Frey die Sicherung übernahm.

Nachdem fast alle Schüler ihre Aufgabe mutig und mit großer Körperbeherrschung erfüllt hatten, wagte sich der letzte sogar mit verbundenen Augen in die Höhe und schloss seinen Teil unter dem Beifall der Klassenkameraden ab.

An der sogenannten Himmelsleiter, der zweiten Station, ging es darum, im Zweier-Team weit auseinander liegende Rundbalken hoch zu klettern, wobei sich die Partner gegenseitig unterstützten, um gemeinsam den obersten Balken zu erreichen. Erschwert wurde das Vorhaben dadurch, dass die Balken frei schwingend aufgehängt waren.

Der "Eichhörnchensprung" war der krönende Abschluss im Seilgarten, bei dem die Gruppe einzelne Schüler mit Hilfe eines umgelenkten Seils in die Höhe katapultierte und ihnen so das Gefühl des Fliegens vermitteln konnte. Nch der Rückkehr zum Naturfreundehaus klang der Abend am Lagerfeuer mit Grillwurst und Steaks aus. Der Mittwochvormittag stand noch einmal im Zeichen von gemeinsam zu lösenden Aufgaben und Spielen.

Die Abschlussbesprechung zeigte, dass die Schüler erkannt hatten, dass man viele Aufgaben gemeinsam besser lösen kann, wenn man den Freunden und Kameraden vertrauen kann. Dass diese Tatsache nicht nur erlebnispädagogische Veranstaltungen gilt, sondern darüber hinaus, war allen klar. Zum Abschluss erhielt jeder Schüler von Hartmut Frey noch ein kleines Abschiedsgeschenk, bevor alle von den Eltern abgeholt wurden.

Zurück zur Übersicht